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Fliegengitter Schiebetür nachrüsten: Dometic FlyTec FT200 Einbauanleitung

Wenn du im Sommer lüften willst, ohne dass Mücken, Fliegen oder Wespen in den Camper kommen, ist ein Fliegengitter für die Schiebetür eine der sinnvollsten Nachrüstungen. In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du das Dometic FlyTec FT200 montierst – inklusive der Punkte, die in der Praxis am häufigsten Probleme machen (B-Säule, Bodenaufbau, Ausrichtung der Schienen).
Die Schrittfolge ist ideal, wenn du eine Insektenschutztür im Wohnmobil nachrüsten willst und dabei Wert auf einen sauberen Abschluss und einen leichtgängigen Lauf legst. Unter dem Video findest du alle Schritte auch schriftlich, damit du beim Einbau schnell nachschlagen kannst.

Video: Einbau Dometic FlyTec FT200

Inhaltsverzeichnis

Kurzüberblick

  • Projekt: Fliegengitter Schiebetür nachrüsten (Dometic FlyTec FT200)

  • Zeitbedarf: ca. 1,5–3 Stunden (je nach B-Säule/Bodenaufbau)

  • Schwierigkeit: mittel (präzises Ausrichten ist entscheidend)

  • Wichtig: Bodenstärke/Unterbau prüfen – das System ist auf 22 mm Bodenstärke ausgelegt; bei >23 mm kann Nacharbeit nötig sein.

Vorraussetzungen & wichtige Maße

  • Bodenstärke prüfen: Konstruktion ist auf 22 mm ausgelegt; bei Böden über 23 mm muss Material abgenommen werden, sonst passt die obere Leiste nicht.

  • B-Säule prüfen: Verkleidung im Bereich der B-Säule muss ggf. gekürzt/ausgeschnitten werden; Schiene muss sauber/gerade als späterer Türabschluss sitzen.

Benötigtes Werkzeug & Material

  • Akkuschrauber + passende Bits

  • Maßband/Gliedermaßstab, Winkel, Stift

  • Cutter/Multitool/Feinsäge (für Verkleidung/Anpassungen)

  • Klebeband zum provisorischen Fixieren

  • Optional: Quellband (Fensterbau) zum Abdichten kleiner Spalte

Schritt-für-Schritt: Insektenschutztür im Wohnmobil nachrüsten

Schritt 1: Einbauort prüfen (B-Säule, Bodenaufbau, Platz)

Bevor du den Schiebetür-Insektenschutz montierst, prüfe den Einbauort an B-Säule und Boden. Gerade bei ausgebauten Campern entscheidet der Bodenaufbau darüber, ob alles spannungsfrei passt. Das System ist auf eine Bodenstärke von ca. 22 mm ausgelegt; bei mehr als 23 mm kann es notwendig sein, im Einbaubereich Material abzutragen, damit die obere Leiste später sauber sitzt.

Checkliste

  • Bodenstärke messen (Ziel: ca. 22 mm; >23 mm kritisch)

  • B-Säulenbereich anschauen: Verkleidung vorhanden oder geplant?

  • Türöffnung und Dichtungen auf Beschädigungen prüfen

Schritt 2: B-Säulen-Verkleidung vorbereiten (sauberer Abschluss)

Beim Insektenschutztür Wohnmobil nachrüsten ist die B-Säule einer der wichtigsten Punkte: Sie ist später die Abschlusskante, an der der Insektenschutz dicht schließen muss. Je nach Ausbau musst du die Verkleidung im Bereich der späteren Leiste kürzen oder anpassen, damit die Montagefläche gerade wird.

Checkliste

  • Verkleidung anzeichnen (so wenig wie möglich, so viel wie nötig)

  • Probe anhalten: sitzt die Leiste später plan?

  • Bei Bedarf Distanzstücke/Unterfütterung vorbereiten (für gerade Montage)

Schritt 3: Bodenschiene anhalten, ausrichten und provisorisch fixieren

Um ein Fliegengitter für die Schiebetür sauber nachzurüsten, muss die Bodenschiene exakt ausgerichtet sein. Halte die Schiene zunächst an, richte sie parallel zur Türöffnung aus und fixiere sie provisorisch (z. B. mit Klebeband). Damit verhinderst du, dass du nach dem ersten Bohren nachkorrigieren musst.

Checkliste

  • Schiene parallel zur Türöffnung ausrichten

  • Provisorisch fixieren (Klebeband)

  • Mehrmals prüfen: läuft die gedachte Führung gerade und ohne Versatz?

Schritt 4: Bodenschiene verschrauben (spannungsfrei montieren)

Verschraube die Bodenschiene erst dann final, wenn die Ausrichtung stimmt. Ein häufiger Fehler beim Fliegengitter Schiebetür nachrüsten ist „Verspannung“: Wenn die Schiene minimal schief sitzt, wird der Lauf später schwergängig oder der Abschluss wird undicht. Schraube die Schiene daher kontrolliert und gleichmäßig fest.

Checkliste

  • Bohrpunkte anzeichnen, vorbohren (falls nötig)

  • Schrauben schrittweise anziehen (nicht „verkanten“)

  • Danach den Sitz erneut kontrollieren (kein Verzug)

Schritt 5: Spalte abdichten (optional, aber sehr empfehlenswert)

Wenn zwischen Schiene/Leiste und Karosserie kleine Spalte entstehen, kannst du diese abdichten, damit weniger Insekten durchkommen und nichts klappert. In der Praxis funktioniert Quellband sehr gut: Es quillt nach dem Einbau auf und schließt kleine Unebenheiten.

Checkliste

  • Spalte lokalisieren (vor allem im unteren Bereich)

  • Quellband passend zuschneiden und einsetzen

  • Nach kurzer Zeit kontrollieren, ob es sauber aufquillt

Schritt 6: Obere Schiene positionieren (Bündigkeit zur Dichtung prüfen)

Die obere Schiene ist entscheidend für den geraden Lauf. Positioniere sie so, dass sie bündig zur Dichtung sitzt und die Führung nicht klemmt. Gerade hier lohnt es sich, einmal mehr zu messen und zu testen, bevor du endgültig verschraubst.

Checkliste

  • Schiene anhalten und bündigen Sitz zur Dichtung prüfen

  • Provisorisch fixieren und Lauf testen

  • Erst nach erfolgreichem Test final verschrauben

Schritt 7: Führung einhängen und Abschluss an der B-Säule montieren

Hänge die Führung wie vorgesehen ein und montiere anschließend die Abschluss-/Magnetschiene an der B-Säule. Beim Bedienen solltest du an den vorgesehenen Punkten greifen, damit die Führung gerade bleibt und der Mechanismus langfristig sauber läuft (insbesondere bei häufigem Öffnen/Schließen).

Checkliste

  • Führung einhängen und korrekt fixieren

  • Abschluss-/Magnetschiene an der B-Säule montieren

  • Mehrfach öffnen/schließen: sauberer Lauf, dichter Abschluss

Schritt 8: Funktionscheck (Lauf, Dichtheit, Türschlussbild)

Zum Abschluss testest du den Schiebetür-Insektenschutz im Alltagsszenario: Tür auf, Fliegengitter zu, Tür zu, Fliegengitter auf. Prüfe dabei Lauf, Dichtheit und ob irgendwo Spannung entsteht. Wenn alles leichtgängig läuft und dicht schließt, ist die Insektenschutztür im Wohnmobil erfolgreich nachgerüstet.

Checkliste

  • Lauf: leichtgängig ohne „Haken“

  • Abschluss: keine sichtbaren Spalte an B-Säule und unten

  • Kontrolle nach 24 Stunden (Schrauben nachsehen, falls nötig)

Häufige Fehler & Lösungen

Das passiert fast immer, wenn der Bodenaufbau im Einbaubereich zu hoch ist oder die Schienen nicht exakt in der vorgesehenen Geometrie sitzen. Prüfe zuerst die Bodenstärke: Ist dein Boden deutlich stärker als ca. 22 mm, kann es sein, dass du im Montagebereich Material abtragen musst, damit die obere Schiene wieder bündig sitzt. Danach die obere Schiene neu ausrichten und erst final verschrauben, wenn der Lauf spannungsfrei ist.

Typische Ursache ist eine minimale Schiefstellung: Bodenschiene und obere Schiene sind nicht parallel oder beim Verschrauben „verspannt“. Lösung: Schrauben leicht lösen, Schiene neu ausrichten (parallel zur Türöffnung), provisorisch fixieren und mehrfach öffnen/schließen. Erst wenn es leichtgängig läuft, die Schrauben gleichmäßig anziehen.

Hier liegt es häufig an der B-Säulen-Situation: Verkleidung steht vor, Untergrund ist uneben oder die Abschlussleiste/Magnetschiene sitzt nicht plan. Lösung: B-Säulenbereich so vorbereiten, dass eine gerade Montagefläche entsteht (ggf. Verkleidung anpassen). Kleine Unebenheiten lassen sich mit Unterfütterung oder Dichtmaterial sauber ausgleichen.

Das kommt meist von kleinen Unebenheiten zwischen Schiene und Karosserie/Bodenplatte oder einem nicht sauberen Sitz der Bodenschiene. Lösung: Sitz der Bodenschiene prüfen und bei Bedarf mit geeignetem Dichtband (z. B. Quellband) arbeiten, um kleine Spalte zu schließen. Danach erneut die Dichtheit über die komplette Länge kontrollieren.

Wenn der Magnet-/Abschluss nicht greift, ist die Leiste meist nicht exakt positioniert oder nicht parallel zum Schließprofil. Lösung: Position minimal korrigieren, bis der Magnet über die volle Höhe sauber anzieht. Danach mehrere Zyklen testen (öffnen/schließen), bevor alles final festgezogen wird.

Ursache ist oft falsche Bedienung (zu weit außen ziehen/drücken) oder eine nicht exakt fluchtende Montage. Lösung: Immer an den vorgesehenen Bedienpunkten greifen und prüfen, ob obere/untere Führung exakt fluchten. Wenn nötig, Montagepunkte lösen und neu ausrichten, statt mit Kraft zu bedienen.

Wenn du diese Punkte beachtest, ist das Fliegengitter an der Schiebetür in der Regel schnell und sauber nachgerüstet. Im nächsten Abschnitt beantworte ich die häufigsten Fragen, die beim Insektenschutz fürs Wohnmobil immer wieder auftauchen.

FAQ: Insektenschutztür im Wohnmobil nachrüsten

Für die meisten Ausbauten solltest du mit etwa 1,5 bis 3 Stunden rechnen. Der Zeitfaktor ist meist nicht das Verschrauben, sondern das saubere Ausrichten der Schienen und die Vorbereitung an der B-Säule. Plane lieber etwas mehr Zeit ein, um zwischendurch mehrfach zu testen (Lauf/Dichtheit), bevor du alles final festziehst.

Ja, das ist der Normalfall im Ausbau. Entscheidend ist die Bodenstärke im Montagebereich: Wenn dein Bodenaufbau zu hoch ist, kann die obere Leiste später nicht mehr sauber sitzen. Miss deshalb vorab die Stärke und passe den Montagebereich bei Bedarf an, bevor du die Schienen final montierst.

In der Praxis sind es zwei Punkte: die B-Säule (weil dort der Abschluss dicht werden muss) und die exakte Parallelität von oberer und unterer Schiene (weil sonst der Lauf klemmt). Wenn du hier sauber arbeitest und mehrmals testest, ist der Rest des Einbaus meist unkompliziert.

Der Insektenschutz läuft leichtgängig über die gesamte Öffnung, schließt ohne Kraftaufwand und zeigt keine sichtbaren Spalte am Abschluss. Zusätzlich sollte die obere Schiene bündig zur Dichtung sitzen und beim Öffnen/Schließen kein „Schiefziehen“ entstehen. Ein guter Test ist, den Mechanismus 10–15 Mal hintereinander zu bedienen.

In vielen Fällen ja. Kleine Unebenheiten lassen sich oft mit geeigneten Dichtmaterialien (z. B. Quellband oder Dichtband) ausgleichen, ohne dass du die komplette Schiene neu setzen musst. Wichtig ist, die Ursache zu prüfen: Wenn der Spalt durch Verspannung oder Schiefstellung kommt, ist Nachjustieren der Schienen meist die bessere Lösung.

Bei plissierten Systemen sorgt die definierte Bedienposition dafür, dass die Kräfte gleichmäßig wirken. Wenn du zu weit außen ziehst oder drückst, kann die Führung schief belastet werden – das erhöht die Gefahr von Schiefzug oder schwergängigem Lauf. Mit korrekter Bedienung bleibt der Mechanismus länger leichtgängig.

Ergebnis:

Wenn alle Schritte sauber ausgeführt sind, schließt der FlyTec Insektenschutz passgenau und sorgt für einen zuverlässigen Schutz gegen Mücken und Fliegen im Camper.

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