Fließend Wasser zum Kochen, Händewaschen und Duschen – kaum etwas macht den selbst ausgebauten Camper so alltagstauglich wie eine durchdachte Wasserversorgung. Sie ist das, was dich vom nächsten öffentlichen Wasserhahn unabhängig macht und echtes autarkes Reisen erst möglich.
Wir bauen in unserer Werkstatt selbst Wohnmobile aus – und genau dieses Praxiswissen geben wir hier weiter. In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du dein Wassersystem im Camper planst, die richtigen Komponenten auswählst und sauber installierst. Egal ob großer Kastenwagen wie der Fiat Ducato oder kompakter Camper Van. Für die einzelnen Einbauschritte verlinken wir dir unsere ausführlichen Anleitungen, damit du in die Tiefe gehen kannst, wo du es brauchst.
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt zwei Grundsysteme: das einfache Kanister-System mit Tauchpumpe und das komfortable Festtank-System mit Druckwasserpumpe.
- Der Wasserweg ist immer gleich: vom Frischwassertank über Pumpe und Leitungen zur Armatur, von dort als Grauwasser in den Abwassertank.
- Plane pro Person mit rund 10 bis 20 l Wasser am Tag – mit regelmäßigem Duschen eher 30 bis 40 l.
- Kläre vorab, ob dein Bordwasser Trinkwasser oder nur Brauchwasser sein soll. Das entscheidet über Komponenten und Aufwand.
- Behalte die Zuladung im Blick: 1 l Wasser wiegt 1 kg, ein voller 100-l-Tank frisst 100 kg deiner Nutzlast.
- Die größte Fehlerquelle sind undichte Verbindungen. Verschraubte Schlauchschellen statt einfacher Steckverbinder sparen dir später Ärger.
- Verwende ausschließlich lebensmittelechte, trinkwassergeeignete Schläuche und reinige das System regelmäßig gegen Biofilm.
Inhaltsverzeichnis
Welches Wassersystem passt zu dir?
Bevor du ein einziges Bauteil kaufst, entscheidest du dich für eines von zwei Grundkonzepten. Beide funktionieren zuverlässig – sie unterscheiden sich vor allem in Komfort, Preis und Einbauaufwand.
Variante 1: Kanister mit Tauchpumpe - einfach und günstig
Die Tauchpumpe hängt direkt im Frischwasserkanister und fördert das Wasser über einen Schlauch zur Armatur. Eingeschaltet wird sie über einen Mikroschalter im Wasserhahn: Drehst du den Hahn auf, läuft die Pumpe an.
Vorteile: sehr günstig, schnell installiert, kaum Einbauraum nötig. Die Kanister lassen sich zum Befüllen einfach herausnehmen.
Nachteile: geringerer Wasserdruck, du brauchst spezielle Camping-Armaturen mit integriertem Schalter, und der Volumenstrom ist eher schwach.
Diese Lösung ist ideal für kleine Camper Vans (zum Beispiel VW T5/T6), Wochenend-Camper und alle mit knappem Budget oder wenig Platz. Gerade beim Wassersystem im Camper Van zählt jeder Zentimeter – da spielt ein kompaktes Kanister-System seine Stärken aus.
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Variante 2: Festtank mit Druckwasserpumpe - komfortabel
Hier sitzt die Druckwasserpumpe außerhalb des Tanks. Sie reagiert auf den Druckabfall beim Öffnen des Hahns, springt automatisch an und hält das System unter Druck – genau wie zu Hause. Dadurch kannst du handelsübliche Haushaltsarmaturen verwenden.
Vorteile: voller Wasserdruck, komfortable Bedienung, normale Armaturen nutzbar, gut für mehrere Entnahmestellen (Spüle und Dusche).
Nachteile: teurer, mehr Einbauaufwand, du brauchst meist einen Ausgleichsbehälter – und ein Leck in der Leitung pumpt die Anlage ungebremst leer, bis der Tank leer ist.
Diese Lösung lohnt sich für größere Kastenwagen, Dauerreisende und alle, die regelmäßig duschen wollen.
Tipp aus der Werkstatt: Du kannst später vom einen aufs andere System umsteigen. Wer mit einer Tauchpumpe startet, tauscht sie gegen eine Druckpumpe und legt die Mikroschalter in den Hähnen einfach still. Prüf in dem Fall aber alle Verbindungen, denn höherer Druck verlangt verschraubte statt nur gesteckte Verbinder.
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Trinkwasser oder Brauchwasser? Die wichtigste Grundsatzentscheidung
Bevor es an die Technik geht, klär eine grundlegende Frage: Soll das Wasser aus deinem Bordtank Trinkwasserqualität haben – oder nur als Brauchwasser zum Spülen, Waschen und Kochen dienen? Davon hängt ab, welche Komponenten du brauchst und wie viel Hygieneaufwand auf dich zukommt.
Viele erfahrene Selbstausbauer entscheiden sich bewusst gegen Trinkwasser aus dem Tank. Der Grund: In einem stehenden Tank lässt sich Keim- und Biofilmbildung nie ganz vermeiden, und der Aufwand für dauerhaft sichere Trinkwasserqualität ist hoch. Sie nutzen das Bordwasser daher als Brauchwasser und führen ihr Trinkwasser separat in einem kleinen Kanister oder in Flaschen mit. Das ist unkompliziert, hygienisch sicher und spart Aufwand.
Brauchwasser-Lösung: einfacher Tank, regelmäßige Reinigung genügt, Trinkwasser kommt aus einem separaten Behälter. Die pragmatische Wahl für die meisten Ausbauten.
Trinkwasser-Lösung: durchgängig lebensmittelechte Komponenten, konsequente Hygiene und idealerweise ein Wasserfilter (zum Beispiel Aktivkohle, optional mit Keramik- oder Hohlfaserstufe). Mehr Komfort, aber auch mehr Verantwortung.
Faustregel: Wenn du unsicher bist, plane das Bordwasser als Brauchwasser und nimm Trinkwasser separat mit. Das ist die sicherste Variante – und lässt sich später jederzeit zu einem vollwertigen Trinkwassersystem aufrüsten.
Die Komponenten im Überblick
Egal für welches System du dich entscheidest – der Weg des Wassers ist immer derselbe: vom Frischwassertank über Pumpe und Leitungen zur Armatur und von dort als Grauwasser in den Abwassertank. Dein Camper-Wassersystem besteht im Kern aus diesen Bauteilen:
- Frischwassertank oder -kanister: Eckige Tanks nutzen den Platz am besten. Beliebte Einbauorte sind unter der Küchenzeile, unter dem Bett oder unterflur. Fest eingebaute Tanks brauchen eine Tankbelüftung und idealerweise einen Füllstandssensor. Zudem ist der Frischwassertank, der sich um den Radkasten schmiegt sehr platzsparend.
- Wasserpumpe: Tauchpumpe (im Tank) oder Druckwasserpumpe (außerhalb). Bei Druckpumpen lohnt der Blick auf Trockenlauffähigkeit, kompakte Maße und einen integrierten Bypass.
- Ausgleichsbehälter (nur Druckpumpe): glättet die Druckschwankungen, sodass das Wasser nicht stoßweise aus dem Hahn kommt, und schont die Pumpe.
- Wasserleitungen/Schläuche: ausschließlich lebensmittelechte, trinkwassergeeignete Schläuche.
- Armatur(en): bei Tauchpumpe mit integriertem Mikroschalter, bei Druckpumpe eine normale Haushaltsarmatur.
- Abwassertank (Grauwasser): sammelt das Schmutzwasser aus Spüle und Dusche. Faustregel: Er sollte das Abwasser von mindestens zwei Tagen fassen.
- Verbinder, Schlauchschellen, Winkel und Ablassventile: die kleinen Teile, an denen am Ende die Dichtigkeit hängt.
- Wassereinfüllstutzen: Bei fest eingebauten Tanks brauchst du einen Einfüllstutzen, über den du den Tank bequem mit einem Trinkwasserschlauch befüllst.
- Optional: Warmwasserboiler, Wasserfilter, Außendusche, LED-Füllstandsanzeige.
Wie viel Wasser brauchst du? Tank-Dimensionierung
Die Tankgröße ist der wichtigste Planungsschritt, denn sie beeinflusst Gewicht, Platzbedarf und deine Autarkie.
Rechne grob mit 10 bis 20 l pro Person und Tag für Kochen, Spülen und Körperpflege am Waschbecken. Sobald du regelmäßig im Camper duschst, steigt der Bedarf auf 30 bis 40 l pro Person – eine normale Dusche zieht 10 bis 15 l pro Minute, eine kurze „Navy-Dusche“ (anfeuchten, Wasser aus, einseifen, abspülen) nur 4 bis 6 l.
Reisetyp | Frischwasser-Empfehlung |
Minimalist / Wochenende (sparsam, ohne Dusche) | 20–40 l (Kanister) |
Paar, 2–3 Tage autark (normaler Verbrauch) | 80–100 l |
Komfort mit regelmäßigem Duschen | 100–150 l (plus öfter nachfüllen) |
Zur Einordnung, was real verbaut wird: In Kastenwagen wie dem Ducato sind 80 bis 100 l üblich, das reicht zu zweit etwa 3 bis 4 Tage. Größere Wohnmobile fahren mit 120 bis 200 l.
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Frischwassertank Unterflur 79 l für Wohnmobile Ducato, Boxer, Jumper
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Die Faustformel für deine Tankgröße:
Benötigte Liter = Tagesverbrauch × Personen × Reisetage + 20 % Puffer
Ein Beispiel: 2 Personen, 15 l am Tag, 3 Tage autark. Das sind 90 l, plus 20 % Puffer ergibt rund 108 l – also ein 100-l-Tank.
Der Abwassertank darf etwas kleiner ausfallen als der Frischwassertank, weil ein Teil des Frischwassers nicht ins Abwasser läuft (Trinken, teils Kochen). Viele lösen das Abwasser pragmatisch mit zwei handlichen Weithalskanistern, die sich leicht entleeren und reinigen lassen.
Gewicht und Zuladung nicht unterschätzen
Wasser ist beim Selbstausbau einer der größten Gewichtsposten – und genau hier wird es für viele eng. Rechne ehrlich: Ausbau, Batterie, Gepäck, Mitreisende und ein voller Wassertank summieren sich schnell. Die Platzfrage ist dabei das kleinere Problem – entscheidend ist, ob deine zulässige Gesamtmasse das noch hergibt.
Wer ein Fahrzeug bis 3,5 t fährt, prüft die verbleibende Nutzlast besser vor dem Tankkauf – ein 100-l-Tank allein beansprucht rund 100 kg davon. Im Zweifel lieber einen kleineren Tank wählen und unterwegs öfter nachfüllen, als dauerhaft überladen zu fahren. Überladung riskiert ein Bußgeld – und kann im Schadensfall sogar den Versicherungsschutz kosten.
In 7 Schritten zum eigenen Wassersystem
Hier bekommst du den roten Faden für die Installation. Für die kniffligen Arbeiten verlinken wir dir unsere ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit allen Maßen – so musst du das Rad nicht neu erfinden.
Schritt 1 - Einbauorte festlegen und Wasserweg planen
Skizzier zuerst auf Papier, wo Tank, Pumpe und Entnahmestellen sitzen, und zeichne den Wasserweg ein. So siehst du früh, welche Leitung wohin läuft und wie viele Verbinder du brauchst. Der Platz unter der Küchenzeile ist beliebt, weil Tank, Pumpe und Spüle dort nah beieinander liegen und die Wege kurz bleiben. Winter-Hinweis: Unterflur montierte Tanks sparen Innenraum, frieren bei Frost aber leicht ein – fürs Wintercamping besser innen einbauen oder Frostschutz vorsehen. Im Ducato passt ein Tank gut neben den Radkasten; verteil das Gewicht möglichst über der Achse.
Schritt 2 - Tank vorbereiten
Bevor der Tank an seinen Platz kommt, baust du alle Durchführungen und die Tankbelüftung ein – im eingebauten Zustand kommst du da oft nicht mehr heran. Die Entnahme für die Pumpe sitzt möglichst tief, die Belüftung nach oben (sonst entsteht beim Entnehmen Unterdruck). Den Füllstandssensor montierst du jetzt mit. Die komplette Anleitung dazu: Frischwassertank einbauen.
Schritt 3 - Tank befestigen
Den Tank rutsch- und kippsicher verschrauben oder verzurren, idealerweise an einem Querträger oder einer verschraubten Bodenplatte – nicht nur am dünnen Bodenblech. Ein voller Tank entwickelt bei einer Vollbremsung enorme Kräfte. Setz ihn möglichst tief und mittig, damit der Schwerpunkt niedrig bleibt.
Schritt 4 - Pumpe montieren und anschließen
Die Tauchpumpe hängst du einfach in den Tank. Die Druckpumpe montierst du nah am Tank auf ihre Gummifüße (nicht zu fest, sonst geht die Dämpfung verloren), den Vorfilter handfest auf die Ansaugseite, dazu ein Rückschlagventil. Beim 12-V-Anschluss gilt: eigener, separat abgesicherter Stromkreis, Sicherung eine Nummer über dem Maximalstrom (zum Beispiel 10 A bei 7 A Pumpenstrom), mindestens 2,5 mm² Kabelquerschnitt und ein Schalter, mit dem du die Pumpe bei Nichtgebrauch vom Strom trennst. Wenn du bei der Fahrzeug-Elektrik unsicher bist: arbeite dich vorher gründlich ein – oder lass den Einbau bei uns machen (siehe unten). Ein Kabelbrand im Camper ist kein Spaß.
Schritt 5 - Leitungen verlegen und Armatur anschließen
Verbinde in der Reihenfolge Tank → Pumpe → (Ausgleichsbehälter/Boiler) → Armatur. Bewährt hat sich trinkwassergeeigneter Schlauch mit 10 mm Innendurchmesser, der Übergang zu den 1/2-Zoll-Gewinden über passende Schlauchtüllen. Sicher jede Steckverbindung mit einer Schlauchschelle (auf der Druckseite gern mit zweien) und dichte Gewinde mit einer trinkwasserzugelassenen Gewindedichtung ab.
Schritt 6 - Abwasser anschließen
Vom Ablauf der Spüle führst du das Grauwasser mit durchgehendem Gefälle zum Abwassertank. Gegen Gerüche hilft eine S-Schleife oder ein kompakter Geruchsverschluss. Im Ducato sitzt der Unterflur-Abwassertank am besten vor der Hinterachse – wie wir das in der Werkstatt lösen, zeigt unsere Anleitung zum Abwassertank im Fiat Ducato.
Schritt 7 - Befüllung, Dichtigkeitsprüfung und erste Spülung
Zum Befüllen baust du entweder einen Einfüllstutzen in die Außenwand ein (so geht’s) oder füllst direkt per Trinkwasserschlauch mit Aquastop. Wir haben den Trinkwasserschlauch für kaltes Wasser und hier gibt es den Trinkwasserschlauch für warmes Wasser.
Dann Druck aufbauen und jede Verbindung trocken mit der Hand abtasten – auch die, die du für sicher hältst. Läuft die Druckpumpe ohne geöffneten Hahn immer wieder an, hast du irgendwo eine Leckage. Zum Schluss das System einmal komplett durchspülen, bevor du es nutzt.
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Rohr-Set zur Befüllung von Unterflur-Abwassertanks 75 L & 100 L mit Befestigungsmaterial
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Häufige Fehler - und wie du sie vermeidest
- Undichte Verbindungen: der Klassiker. Nutze verschraubte Schlauchschellen statt einfacher Steckverbinder, besonders bei Druckpumpen.
- Gartenschlauch zum Befüllen: handelsübliche Gartenschläuche sind nicht lebensmittelecht. Nimm einen blauen, trinkwasserzertifizierten Schlauch.
- Tankbelüftung vergessen: ohne sie zieht die Pumpe schlecht und es gluckert.
- Tank zu groß gewählt: Ein riesiger Tank wird aus Gewichtsgründen oft nie ganz gefüllt – lieber realistisch dimensionieren.
- Pumpe unzugänglich verbaut: Wartung und Filterwechsel werden sonst zur Geduldsprobe.
- Druckpumpe ohne Lecksicherung: Bei einem Leck pumpt sie unbemerkt den ganzen Tank in den Innenraum. Schalt sie bei Nichtgebrauch ab.
Wassersystem im Camper reinigen: Hygiene und sauberes Wasser
In jedem wasserführenden System bildet sich mit der Zeit Biofilm – ein schleimiger Belag, in dem sich Keime wohlfühlen. Deshalb solltest du dein Wassersystem regelmäßig reinigen. Ein paar Grundregeln halten dein Wasser sauber:
- Wasser höchstens 5 bis 7 Tage im Tank stehen lassen, bei Hitze früher wechseln.
- Tank und Leitungen mindestens zu Saisonbeginn und -ende gründlich reinigen.
- Zum Reinigen eignen sich Zitronensäure (löst Kalk, materialschonend) und ein zertifizierter Tankreiniger zur Desinfektion. Wichtig: Die Lösung muss durch alle Leitungen laufen, nicht nur im Tank stehen.
- Keine parfümierten Haushaltsreiniger verwenden, nur lebensmittelechte Mittel.
- Immer nur eigenes Befüll-Zubehör nutzen, nie fremdes.
Wer ganz sichergehen will, baut zusätzlich einen Aktivkohlefilter ein, der Chlor, Gerüche und grobe Partikel entfernt.
Wintertauglich machen
Steht der Camper länger oder reist du bei Frost, gilt: Wasser raus aus dem System. Öffne alle Hähne, lass die Pumpe nachlaufen und entleere Tank und Boiler über die Ablassventile vollständig. Lass den Tankdeckel anschließend einen Spalt offen, damit Luft zirkuliert und sich kein Schimmel bildet. Für echtes Wintercamping helfen beheizte Tanks oder ein Einbau im Innenraum.
Checkliste / Einkaufsliste
- ☐ Frischwassertank oder -kanister (passende Größe)
- ☐ Tankbelüftung und Durchführungen
- ☐ Wasserpumpe (Tauch- oder Druckwasserpumpe)
- ☐ Ausgleichsbehälter (bei Druckpumpe)
- ☐ Vorfilter und Rückschlagventil
- ☐ Lebensmittelechte Wasserschläuche
- ☐ Armatur(en) passend zum Pumpentyp
- ☐ Abwassertank und Ablassventil
- ☐ Schlauchschellen, Verbinder, Winkel
- ☐ Trinkwasser-Befüllschlauch (blau, zertifiziert)
- ☐ Separater Trinkwasserkanister (wenn das Bordwasser Brauchwasser ist)
- ☐ Optional: Boiler, Aktivkohlefilter, Außendusche, Füllstandssensor
Teileliste und Richtpreise
Was kostet ein Wassersystem im Camper? Hier eine Übersicht der Komponenten mit groben Richtpreisen – die genauen Kosten hängen von Modell, Tankgröße und Fahrzeug ab.
| Komponente | Richtpreis | Im Shop |
|---|---|---|
| Frischwassertank / -kanister | ca. 15–310 € | Frischwasser |
| Tauchpumpe | ca. 20–60 € | Tank-Zubehör |
| Druckwasserpumpe | ca. 60–150 € | Tank-Zubehör |
| Vorfilter und Rückschlagventil | ca. 10–25 € | Tank-Zubehör |
| Trinkwasserschlauch (10 mm) | ca. 2–4 € / m | Tank-Zubehör |
| Schlauchtüllen, Schellen, Verbinder | ca. 10–25 € | Tank-Zubehör |
| Spüle | ca. 40 € | Küche |
| Wasserhahn | ca. 60 € | Küche |
| Abwassertank / -kanister und Ablauf | ca. 15–60 € | Abwasser |
| Elektrik: Sicherung, Kabel, Schalter | ca. 15–40 € | Elektrik |
| Optional: Frostschutz-Wasserset | ca. 109 € | Heizung |
Richtpreise inkl. MwSt., Stand 2026 – die tatsächlichen Preise variieren je nach Modell und Ausführung. Unter dem Strich bekommst du ein einfaches Kanister-System mit Tauchpumpe schon ab rund 80 bis 120 €. Ein komfortables Festtank-System mit Druckwasserpumpe liegt eher bei 250 bis 500 € – je nach Tankgröße, Warmwasser und Filter.
Häufig gestellte Fragen zu den Camper Ausbau Kosten
Wie viel Wasser brauche ich im Camper pro Tag?
Rechne mit etwa 10 bis 20 l pro Person und Tag für Kochen, Spülen und Körperpflege. Wer täglich duscht, landet eher bei 30 bis 40 l und sollte großzügig planen.
Ist das Wasser aus dem Tank trinkbar?
Das hängt von deinem System ab. Viele Selbstausbauer nutzen das Bordwasser bewusst nur als Brauchwasser und nehmen Trinkwasser separat mit. Wer den Tank als Trinkwasserquelle nutzen will, braucht durchgängig lebensmittelechte Komponenten, konsequente Hygiene und idealerweise einen Wasserfilter.
Tauchpumpe oder Druckwasserpumpe - was ist besser?
Die Tauchpumpe ist günstiger und einfacher, liefert aber weniger Druck (eine kräftige Reich-Tauchpumpe schafft rund 19 l/min) und braucht spezielle Armaturen. Die Druckpumpe ist komfortabler und erlaubt normale Haushaltsarmaturen, kostet aber mehr und braucht mehr Einbauraum. Für kleine Vans reicht oft die Tauchpumpe, für Komfort-Ausbauten lohnt die Druckpumpe.
Wie oft sollte ich das Wassersystem im Camper reinigen?
Reinige Tank und Leitungen mindestens zu Beginn und Ende der Saison gründlich, bei Dauernutzung häufiger. Die Reinigungslösung muss durch alle Leitungen laufen, nicht nur im Tank stehen. Das Wasser selbst wechselst du spätestens nach 5 bis 7 Tagen.
Welcher Schlauch ist zum Befüllen geeignet?
Nur lebensmittelechte, trinkwasserzertifizierte Schläuche, meist in Blau. Normale Gartenschläuche sind dafür nicht zugelassen.
Wie wirkt sich der Wassertank auf die Zuladung aus?
Stark: 1 l Wasser wiegt 1 kg. Ein voller 100-l-Tank kostet dich also rund 100 kg Nutzlast. Prüf vor dem Kauf die verbleibende Zuladung, besonders bei 3,5-Tonnern, und wähl die Tankgröße realistisch.
Wo kann ich unterwegs Wasser nachfüllen?
An Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen, vielen Tankstellen und an Entsorgungsstationen. Apps wie Park4Night oder Campercontact helfen beim Finden von Wasserstellen.
Fazit
Ein Wassersystem im Camper ist gut machbar, wenn du es richtig planst. Entscheide dich zuerst für ein Grundsystem und kläre die Trinkwasser-Frage, rechne deinen Bedarf realistisch (10 bis 20 l pro Person, mit Dusche mehr) und behalte das Gewicht im Blick. Beim Einbau gilt: kurze Wege, saubere Verbindungen, alles auf Dichtheit prüfen.
Passendes Zubehör für dein Wassersystem findest du in unserem Shop. Und falls du dir die Wasserinstallation nicht allein zutraust – Wasser ist undicht-kritisch: du kannst alles selbst einbauen oder den Einbau bei uns machen lassen. Mehr dazu auf unserer Seite zum EinbauService.